Klinikkommunikation neu definiert

Digitale Medien fordern uns. Alles, was sich über viele Jahre hin im Klinikmarketing bewährt hat, steht auf den Prüfstand. Die Bilanz: Auf die umfassend veränderte Mediennutzung kann die klassische PR nur noch wenige Antworten geben. Durch die explosionsartige Entwicklung digitaler Medien und interaktivem Marketing bestimmen Kunden und Patienten heute mehr denn je, wann und wo sie angesprochen werden und Informationen und Werbung wahrnehmen möchten. Mediennutzer werden selbst zu Multiplikatoren. Sie teilen und kommunizieren Inhalte auf unterschiedlichen Kanälen und sorgen so für dessen Interaktivität und Viralität.

Über den Wandel des Miteinanders in Krankenhäusern und Kliniken
Wer Kommunikation im digitalen Zeitalter beherrschen will, der benötigt Fähigkeiten, die weit über das althergebrachte Kommunikationsprofil hinausgehen. Denn längst  müssen wir der Welt nicht nur unser Unternehmen erklären, sondern unserem Klinikum die Welt. Wir müssen verständlich machen, dass der Kampf um Aufmerksamkeit knallhart ist und keine Rücksicht auf langjährige Traditionen nimmt. Wir müssen erklären, dass der Dialog mit unseren Zielgruppen nur auf Augenhöhe gelingen kann. Aus der eindimensionalen Sprecherrolle wird eine multidimensionale Managementfunktion.

Gefragt sind Moderatoren, die heterogene Interessen einbinden, nach konsistenten Botschaften suchen und dem kreativen Chaos einen Rahmen abstecken. Es gilt Daten zu analysieren anstatt uns bei Entscheidungen einzig auf unser Bauchgefühl zu verlassen. Wir müssen zu Innovatoren werden, die den Status-Quo allenfalls als eine Betaversion akzeptieren. Wir müssen zu Netzwerkern werden, die strategische Bande über Geschäftsbereiche und Hierarchien hinweg knüpfen.

Wir als Kommunikationsprofis müssen dafür sorgen, dass die zahlreichen neuen Plattformen und Formate mit Leben gefüllt werden und jedem nutzen. Denn die Digitalisierung ist viel mehr als nur ein technologischer Wandel. Vielmehr steht sie für einen Wandel unseres Miteinanders. Dabei gilt es, Ängste abzubauen, die Weiterbildung voranzutreiben und die Motivation bei möglichst vielen hochzuhalten – all jene Dinge, die gerne abschätzig als „softe“ Dimensionen der Digitalisierung beschrieben werden. Sie sind in Wahrheit der wichtigste Teil des digitalen Wandels.

Posted on 18. Januar 2017 in Klinikkommunikation

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