Gesund bleiben – aber wie?

Prävention

Wer möchte schon 90 Jahre alt werden, wenn er sich jahrelang mit schweren Erkrankungen herumquälen muss? Viel wichtiger erscheint es den meisten, möglichst lange topfit zu bleiben. Und das hat jeder selbst in der Hand. Zumindest kann er mit einer gesunden Lebensweise einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, das Risiko so genannter Volkskrankheiten zu senken.

Sich zu bewegen spielt dabei eine zentrale Rolle. Das sieht auch der Leitende Ärztliche Direktor am Zentrum für Prävention und Sportmedizin an der Münchener Klinik rechts der Isar, Professor Dr. med. Martin Halle, so: “Es ist wesentlich schlechter, wenn man sich nicht viel bewegt, als wenn man sich nicht richtig ernährt, wobei jetzt nicht völlig ungesund gemeint ist.“*

Wer sich regelmäßig bewegt – und damit ist nicht nur sportliche Betätigung, sondern insbesondere die Bewegung im Alltag gemeint – tut sich und seiner Gesundheit viel Gutes.

„Durch körperliches Training gelingt es, 20 Jahre lang 40 Jahre alt zu bleiben.“ Dieser Satz stammt von Professor Dr. med. Wildor Hollmann, einem der international renommiertesten Kardiologen und Sportmediziner. Unter seiner Leitung waren an der Sporthochschule seinerzeit 300 untrainierte Männer zwischen 50 und 70 Jahren untersucht worden. Dabei hatte sich herausgestellt, dass ihre Herz-Kreislauf-Leistung zu schlecht für ihr Alter war. Nach zwei Monaten Training dreimal wöchentlich für je 30 Minuten auf dem Fahrrad-Ergometer „hatten die Probanden dann Werte, die 20 Jahre jüngeren Menschen entsprachen“. Bedauerlicherweise, so der Sportmediziner, „bewegen sich auch heute noch 60 Prozent der älteren Menschen viel zu wenig.“ **

Spazierengehen oder langsames Gehen können bei älteren Menschen je nach Konstitution schon eine hervorragende Übung sein. Wichtig sind die kleinen Bewegungseinheiten zwischendurch: Lieber die Treppe nehmen statt den Aufzug oder mit dem Fahrrad zum Bäcker fahren statt mit dem Auto.

Wer hingegen abnehmen möchte, für den spielt die richtige Ernährung die entscheidende Rolle. Dies ist recht simpel. Essen wir weniger als wir am Tag verbrauchen nehmen wir ab. Sport und Bewegung können dabei unterstützen.

*Interview in „Gesundheit & Volkskrankheiten“, Berlin Juli 2016, S. 7.
**http://www.rundschau-online.de/2807730 ©2016

Posted on 24. November 2016 in Gesundheitsprävention

Share the Story

Leave a reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back to Top