Authentische Geschichten

Im Frühsommer besuchte ich auf dem Women&Work-Kongress in Bonn eine Veranstaltung mit PechaKucha-Vorträgen. Dieses ambitionierte Format zwingt den Vortragenden seine Botschaft in nur sechs Minuten und 40 Sekunden anhand von 20 Charts möglichst kurz und prägnant zu transportieren. Zwei der Rednerinnen hatten sich entschieden, ihr Thema mittels einer kurzen Geschichte auf den Punkt zu bringen.

Im Mittelpunkt der ersten Geschichte stand Sylvia. Das Photo von Sylvia zeigte eine attraktive Frau mit brünettem Haar. In der zweiten Geschichte spielte Judith die Hauptrolle, ebenfalls eine attraktive Frau mit brünettem Haar. Die beiden Frauen ähnelten einander wie ein Ei dem anderen. Es war das gleiche Bild.

Wann sind Geschichten glaubwürdig?
Spätestens zu diesem Zeitpunkt verloren beide Geschichten an Glaubwürdigkeit. Die Bilder von Sylvia und Judith stammten aus einer Bilddatenbank, die Geschichten waren konstruiert. Ich war enttäuscht.

Je authentischer eine Geschichte ist, desto überzeugender wirkt sie. Packende Geschichten erzeugen Bilder im Kopf, sie wirken persönlich, gewinnen Vertrauen, erzeugen Emotionen und unterhalten und entspannen das Publikum.
Mein Tipp: Setzen Sie beim Storytelling auf erlebte Geschichten und verwenden Sie so wenige Passe-Partout-Vorlagen wie möglich.

Posted on 5. September 2016 in Storytelling

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